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3 Prognosen für 2022, die Realität wurden und wie es im Jahr 2023 weiter gehen soll

Aktualisiert: 10. Apr.

Jeden Dezember freue ich mich auf die "goldene" Ausgabe der WirtschaftsWoche mit den Prognosen für das folgende Jahr. Und jeden Januar eines neuen Jahres bin ich gespannt darauf zu erfahren, wie das vergangene Jahr nun tatsächlich gelaufen ist. Als Geldanlage-Mentorin interessieren mich insbesondere Vorhersagen, die die Wirtschaft und die Aktienmärkte betreffen und für Privatanleger relevant sind.


3 Prognosen für 2022, die eingetroffen sind

  1. Die Konjunktur-Prognosen waren zutreffend: Der wirtschaftliche Aufschwung hat sich tatsächlich verschoben, das Wirtschaftswachstum lag im Jahr 2022 bei 2%. Und die Inflation hat die Konsumenten belastet. Im Jahr 2022 gab es in Deutschland eine Rekordinflation in Höhe von 7,9% mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Kaufkraft der Bürger.

  2. Für 2022 wurde der Ausstieg aus der Nullzinspolitik erwartet, also die Wende hin zu steigenden Zinsen: Diese Vorhersage ist eingetroffen: Die Zentralbanken haben mehrmals die Leitzinsen, auf 2,5% im Euroraum und auf 4,25% bis 4,5% in den USA, erhöht, um der Inflation entgegenzuwirken. Kurz zur Erinnerung: die Zentralbanken haben zum Ziel, die Inflation nicht über 2% steigen zu lassen.

  3. Auch zutreffend war die Einschätzung, dass die Zinswende die Börsen belasten könnte. Die Aktienkurse sind im Jahr 2022 eingebrochen. Der DAX erzielte eine Negativrendite von -12,4%, der Weltaktienmarkt von -12,3%.

Aufgrund dieser 3 Prognosen gab es die folgenden Empfehlungen für Anleger Ende 2021: physisches Gold und Bitcoin, wobei die Kryptowährung mit mehreren Warnhinweisen versehen wurde: "nicht stabil", "nicht in etwas investieren, das man nicht versteht", "spekulativ". Tatsächlich hat Gold 6% Rendite erbracht, Bitcoin dagegen -62% und die Kryptobörse FTX ist sogar Pleite gegangen.


So soll es im Jahr 2023 weiter gehen

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland, gebremst durch steigende Preise, Zinsen, geopolitische Konflikte und Strukturprobleme, soll frühestens in der 2. Jahreshälfte Fahrt aufnehmen. Niedrige Aktienkurse bieten Einstiegschancen, trotz Rezessionsangst und gestiegenen Leitzinsen.


Aktuelle Empfehlungen für Privatanleger

Vor diesem Hintergrund gilt für die Geldanlage "safety first". Doch wie erreicht ein Privatanleger die Sicherheit des eingesetzten Kapitals und Rendite - über die Verteilung des Risikos, den Nichteinstieg in Kryptowährungen, die Beimischung von Gold?


Ich meine, durch die langfristige Geldanlage in einen breit gestreuten Aktienmarkt unter Minimierung aller Gebühren, denn schaut man sich die 10-Jahres-Rendite des Weltaktienmarktes an, dann lag diese bei 11%.


Haben Sie Fragen oder Kommentare? Ich freue mich darauf.




Meine Quellen:

WirtschaftsWoche Ausgabe 52 vom 24.12.2021: "Konjunktur", "Anlagestrategie"

WirtschaftsWoche Ausgabe 52 vom 23.12.2022: "Konjunktur", "Anlagestrategie"

Stiftung Warentest, 5.1.2023: "Jahres­rück­blick 2022 – Ein schlechtes Jahr für Aktien", www.test.de, - Abrufdatum 27.01.23

Statistisches Bundesamt, 13.01.2023: "Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,9 % gestiegen" -Abrufdatum: 27.01.23





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